PARASCHUTISTES de la LEGION ETRANGERE

- Die Fallschirmjägerverbände der französischen Fremdenlegion -

1er REGIMENT ETRANGER de PARACHUTISTES

Nachdem das 1° B.E.P. am 25. Februar 1955 in Algerien eintraf wurde es in Zeralda stationiert wo der Personalbestand nochmals erhöht wurde und das Bataillon auf Regimentsstärke gebracht wurde. Am 1. September 1955 erfolgte die Umbenennung in 1° R.E.P. (1° Régiment Étranger de Parachutistes). Das Regiment bestand zunächst aus einer C.C.S. (Comagnie de commandement et soutien) einer C.A. (Compagnie d´appui) und drei Kampfkompanien.

Das 1° R.E.P. war während des gesamten Algerienkrieges auf Grund seiner hohen Beweglichkeit
wobei es sich sehr häufig auch den Lufttransport per Hubschrauber zunutze machte, an allen Brennpunkten eingesetzt. Auch in der „Schlacht um Algier“ kam den Paras eine besondere Bedeutung zu und sie errang wichtige Erfolge die einen militärischen Sieg des Algerienkrieges in greifbare Nähe rücken ließ wobei der

hohe Blutzoll den das 1° R.E.P., quasi als Preis dafür zahlte nicht unerwähnt bleiben darf. Das Regiment war u.a. eingesetzt im Raum Nementchas, an den Grenzen zu Tunesien und Marokko. Während der Suez-Krise 1956 war das 1° R.E.P. im Rahmen des britisch-französischen Expeditionskorps eingesetzt.So verlegte es am 6. November 1956 nach Pourt-Fouad und operierte entlang des Suez-Kanals. Nach Einstellung der Kampfhandlungen wurde das Regiment am 10. Dezember 1956 nach Algerien zurück verlegt. Zurück in Algerien war es zuerst zur Sicherung der Ölpipeline in der Sahara eingesetzt. Danach folgten die wohl verlustreichsten Kämpfe in der Region Guelma in deren Verlauf das 1° R.E.P. mehr als 100 Legionäre verlor. Besonders zu erwähnen ist dabei das im Verlauf dieser Kämpfe am 28. Mai 1958 der schon zu Lebzeiten zur Legende gewordene Kommandeur des Regiments, Lieutenant-colonel Jeanpierre (einer der wenigen Überlebenden der Kämpfe bei Coc Xa / R.C. N° 4) nach dem Abschuss seines Führungshubschraubers gefallen ist. Danach soll das 1° R.E.P. das die Kämpfe weiterführte, keine Gefangenen gemacht haben.

Ab dem Jahr 1959 nahm das 1° R.E.P. an den großen Operationen Jumelles“, „Cigales“ und „Ariège“ sowie den Kämpfen im Aures-Gebirge und zum Schluß in den Kabylen teil.

Als am 21. April 1961 die Generäle Jouhaud, Salan, Challe und Zeller mit Unterstützung der Algerienfranzosen sowie einiger weniger französischer Einheiten in Algier einen Putsch gegen die Französische Regierung und deren Entscheidung, Algerien in die Unabhängigkeit zu entlassen, auslösten nahm auch das 1° R.E.P. unter Führung von Commandant Hélie de Saint Marc (Kommandeur in Vertretung) auf Seiten der Putschisten teil. Der Putsch endete am 25. April und das 1° R.E.P. verlegte zurück in seine Kaserne nach Zeralde.

In Paris entschied Staatspräsident de Gaulles zunächst die gesamte Fremdenlegion zu der er nie ein besonderes Verhältnis hatte, aufzulösen. Diese Entscheidung wurde auf Bestreben des französischen Verteidigungsministers (einem ehemaligen Legionsoffiziers) Pierre Messmer, zurück genommen und angeordnet das 1° R.E.P. zum 30. April 1961 (Camerone-Fest) aufzulösen. Daraufhin wurde das 1° R.E.P. unter Belassung seiner Waffen auf LKW´s verladen und von Zeralda nach Thiersville verlegt. Als die Paras in Zeralda aus der Kaserne fuhren wurden sie von Massen der Algerienfranzosen bejubelt und gefeiert. Die Paras sangen dazu den Chanson von Edith Piaf „Non, je ne regrette rien“ (nein, ich bereue nichts).

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