PARASCHUTISTES de la LEGION ETRANGERE
- Die Fallschirmjägerverbände der französischen Fremdenlegion -
COMPAGNIE PARACHUTISTE du 3e R.E.I.



Bis zum Jahr 1948 verfügte die Fremdenlegion über keine luftbeweglichen Kräfte. Fallschirmjägerverbände waren bis dahin den regulären französischen Verbänden vorbehalten. In den obersten Kommandobehörden gab es nicht wenige hohe Stabsoffiziere die die Meinung vertraten; - Fremdenlegionäre wären zum Fallschirmjäger nicht geeignet und würden nur zum einfachen Infanteristen taugen.
Trotz dieser teilweise erheblichen Widerstände, begann man Anfang 1948 Freiwillige, die in der Regel schon Erfahrungen aus Fallschirmjäger-Verbänden anderer Armeen mitbrachten, im 3° R.E.I. zusammen zu fassen. Mit der Aufstellung einer Fallschirmjägerkompanie wurde der junge Oberleutnant Jacques Morin beauftragt. Die Kompanie wurde offiziell am 1. April 1948 als C.P. / 3° R.E.I. in Dienst gestellt. Operationell wurde die Kompanie dem 3° / 1° R.C.P. unterstellt. Sie wurde in Hanoi stationiert.
Die C.P. / 3° R.E.I. kam sehr schnell in den Einsatz und bewährte sich dabei in ausgezeichneter Weise wobei sie sich schnell den Ruf einer „Feuerwehr“ erwarb. So wurde sie am 16. Mai 1948 im Raum Gia Loc gegen starke Vietkong-Kräfte eingesetzt. Am 9. und 10. Juni 1948 war sie im wesentlichen an der Evakuierung von Cao Bang beteiligt.
Die C.P. / 3° R.E.I. hat sich sehr schnell bewährt und den Beweis angetreten, dass auch Fremdenlegionäre zu Fallschirmjägern geeignet sind. Trotz alledem, da mittlerweile mit der Aufstellung eines Fallschirmjägerbataillon der Fremdenlegion begonnen wurde, wurde die C.P. / 3° R.E.I. zum 31. März 1949 aufgelöst.
Der Personalbestand
von 3 Offizieren, 14 Unteroffizieren und 92 Caporaux und Legionären wurde
in das neue 1° B.E.P. (Bataillon Étranger de Parachutistes) übernommen.



