Adjudant Hans STUWE
Matricule 87 386

Bearbeitungsstand der Recherche Ende Januar 2008


Adjudant Hans STUWE (links) und Sergent-chef Gustav AUGST

Informationen und Erkenntnisse zu Adjudant Hans Stuwe:

geboren am 14. April 1925
gefallen am 26. Februar 1958 bei den Kämpfen von Kat Megroum el Ougami (15 km süd-östlich von GUELMA)


folgende Daten und Fakten konnten mit Unterstützung der E.A.I. Montpellier/F recherchiert werden:

Eintritt in die Legion am 26. Februar 1946    Matricule unbekannt (ca. 42XXX);
Nach der Ausbildung in Algerien, folgte am 31. März 1946 die erste Verlegung nach Indochina;
Dort war S. im  I. Bataillon/3° R.E.I. (3° Régiment Etranger d’Infanterie) eingesetzt;
Im Verlauf dieser 1. Sejour wurde S.  mit dem CROIX de GUERRE (avec Citation de la Brigade) ausgezeichnet;
Die Beförderung zum Caporal erfolgte am 30. April 1948 (Camerone-Tag);
Im Verlauf des Jahres erfolgte seine Rückverlegung nach Nordafrika.
Verwendung im 4° R.E.I.  es folgten Einsätze in Algerien und Marokko;
Im Juli 1949 folgte der 2. Einsatz in Indochina mit der Verlegung des 5° R.E.I (REGIMENT DU TONKIN).
Stuwe wurde im II. Btl./5° R.E.I. eingesetzt;
Er nahm u.a. an den Kämpfen bei LANGSON, im Verlauf der R.C. 4, dem Entsatzversuch des 1° B.E.P. bei COC XA und den Gefechten bei THAT KHÉ, teil;
Am 01. Januar 1950 wurde S. zum Sergent befördert. Bis zum 31. März 1951 nahm er an allen sich anschließenden Gefechten als Chef de Section (Zugführer) teil, wobei er sich mehrfach auszeichnete;
Anfang 1951 hat Stuwe nach Ablauf seiner ersten Dienstzeit die Legion zunächst verlassen und war u.a. mehrere Monate wieder zu Hause in Deutschland;
Zwischen September – November 1951 trat S. erneut in die Fremdenlegion (mit Matricule 87386) und zwar unter Beibehaltung seines ursprünglichen Dienstgrades ein;
Schließlich folgte im Februar 1952 sein 3. Einsatz in Indochina und zwar zunächst im IV. Btl./5° R.E.I. und anschließend im II. Bataillon des gleichen Regimentes;
Es folgten drei weitere Auszeichnungen „ordre de l’Armée“ Palme, „de la Division“ Sterne in bronze und silber und zum 31. Juli 1954 die höchste französische Militärauszeichnung, die Médaille Militaire. Befördert zum Sergent-chef wurde Stuwe im April 1953.
Im Juli 1954 wurde S. in Haiphong zum in der Neuaufstellung befindlichen 1° Bataillon Etranger de Parachutistes (1° Cie.) versetzt und:
im Februar 1955 mit dem 1° B.E.P.  zurück nach Zeralda/Algerien verlegt, wo das Bataillon am 1. November 1955, in 1° R.E.P. (1° Régiment Etranger de Parachutistes), umbenannt wurde;
S. nahm mit seinem Regiment im November 1956 an dem Suezkanal-Konflikt teil. Am 15. Dezember 1956 folgte seine Beförderung zum Adjudant;
In PAU/F wurde er anschließend an der Ecole des Troupes Aeroportées zum  Moniteur Parachutistes (Brevet N° 803), ausgebildet;
Zurück in Zeralda/Algerien wurde er in der 1° Compagnie (Kompaniechef Cne. Louis „Loulou“ Martin) wieder als Zugführer (stv.ZgFhr war Sergent-chef Augst) eingesetzt;
Sein Rufzeichen über Funk war „Vert 4“;
Zuletzt nahm S. ab Januar 1958 an der groß angelegten Operation im Raum GUELMA teil, wo er am 26.02.58 gegen 12:30Uhr mit seinem in der Gefechtsaufklärung agierenden Zug in einen Hinterhalt geriet und dabei durch einen Granatsplitter, wobei u.a. seine Oberschenkelschlagader großflächig zerfetzt wurde, sodass er in kürzester Zeit aufgrund des nicht zu stoppenden Blutverlustes verstarb. Zeugen, die dabei waren, sagten anschließend aus, dass Adjudant Hans Stuwe ganz friedlich ausgesehen hätte, so als würde er schlafen.


Die Leistungen des Adj. Stuwe als Légionnaire parachutistes wurden 1989 u.a. durch eine Promotion an der E.A.I. (franz. Infanterieschule) in Montpellier gewürdigt. Im Verlauf der Recherchen konnte auch festgestellt werden, dass das Andenken auch 50 Jahre nach seinem Tod im Museum der Ecole d’application de l´Infanterie in Montpellier in würdiger Form aufrecht erhalten wird.

In einem Buch von Pierre Sergent, einem ehemaligen Kompaniechef im 1° R.E.P., widmet dieser dem Adj. Stuwe
 insgesamt fünf Seiten und im Epilog wird S. in einem Absatz zusammen mit LCL Jeanpierre genannt.

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